Sehenswertes

Die Maare

Das Pulvermaar
Charakteristisch sind die fast kreisrunde Form und die steilen trichterförmigen Wände. Nach dem Bodensee und den Voralpen-Seen ist das Pulvermaar der tiefste natürliche See Deutschlands.

Das Pulvermaar ist eines der wenigen Maare, in welchem das Schwimmen/Baden erlaubt ist. Ein schön angelegtes Naturfreibad lädt dazu ein. Zwischen Mai und Oktober ist das Freibad geöffnet.

Foto: Helmut Gassen / Eifel Tourismus GmbH

Das Vulkansystem am Holzmaar
Auf einer tektonischen Störungslinie aufgereiht liegen die Vulkane des Vulkansystems im Naturschutzgebiet Holzmaar. Das von einem Buchenwald umrahmte wassergefüllte Holzmaar bietet Besinnlichkeit, Ruhe und Erholung. Im dichten Schilf ziehen Haubentaucher ihre Jungen auf und Familie Erpel bereitet den Nachwuchs auf ein Leben ohne den elterlichen Schutz vor. Petri-Jünger finden hier ihr Anglerglück, das Holzaar ist ein wahres Angelparadies.

Das benachbarte Dürre Maar spiegelt mit seiner Moorlandschaft das Ergebnis eines sich über Jahrtausende hinziehenden Prozesses wider und zeigt exemplarisch das Ende aller Maarseen: Die Verlandung. Als innerhalb eines Maarkessels gelegenes Hochmoor gehört es wie Mosbrucher Weiher, Strohner Määrchen und Mürmes zu einem in Mitteleuropa einzigartigen Naturphänomen.

Das Hetsche-Maar liegt etwa 200 m nordwestlich vom Dürren Maar. Es ist tief in die umgebenden Felder eingebettet und nur bei genauem Hinschauen als Maar erkennbar. Zumal es mit 57m Trichterdurchmesser das kleinste Maar der Eifel ist.

Foto: CC-BY-SA 4.0 wolkenkratzer/https://commons.wikimedia.org

Das Immerather Maar
Das Immerather Maar, das mit seinen umliegenden Wiesen und Weiden einen besonderen Reiz ausstrahlt, ist eines der kleinsten Eifelaugen. Dass es heute so ruhig und unberührt daliegt, erscheint den Kennern der Maargeschichte wohl wie Ironie. Denn der Maarsee wurde um 1750 abgelassen und die dadurch entstandene Fläche für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Der fruchtbare Maarboden wurde sogar in Parzellen eingeteilt. Im 1. Weltkrieg kümmerte sich niemand mehr um den Abfluss, der Graben verfiel und das Wasser konnte sich wieder aufstauen.

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de

Das Trautzberger Maar
Am Trautzberger Maar wurden seit August/September 2014 Arbeiten zur Wiedervernässung durchgeführt. Seitdem hat sich das bisherige Trockenmaar wieder mit Wasser gefüllt und ist heute das kleinste mit Wasser gefüllte Maar der Vulkaneifel. Die Arbeiten zur Wiedervernässung umfassten die Kappung der Drainage, das Anlegen eines kleinen Dammes sowie die Sicherung des vorbeiführenden Wirtschaftsweges. Die Zeit wird zeigen, ob sich langfristig eine offene Wasserfläche bilden wird, so wie schon vor den ersten Trockenlegungsarbeiten um 1820/30, als das Maar noch als Fischteich genutzt wurde.

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de

Das «Strohner Märchen»
Das «Strohner Märchen» — wie das «Dürre Maar» ein Hochmoor — ist Teil des Naturschutzgebiet Strohner Märchen – Römerberg – Pulvermaar des Geopark Vulkaneifel — einem „Unesco Global Geopark“. Das Maar steht kurz vor der Verlandung (Typ „Finalmaar“), fast 10m dicke Torfablagerungen eines noch intakten Moores bedecken den Kesselgrund. Rund 250 Pflanzenarten finden hier ihren Lebensraum, ein derartiger Pflanzenstandort ist einzigartig für das gesamte Rheinland.

Foto:Klaudia Kretschmann / Feriendorf-Pulvermaar

Das Vulkanhaus Strohn

Das Vulkanhaus – ein interaktives Museum der besonderen Art. Hier erleben Sie die faszinierende Welt der Vulkane mit allen Sinnen: Entdecken, Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, Verstehen und Experimentieren. Vulkanische Phänomene werden anhand von Beispielen aus der Umgebung von Strohn verdeutlicht. Kleine Experimente und begehbare Erlebnisräume bieten erstaunliche Effekte. Grafiken und Großfotos aktiver Vulkane vermitteln anschaulich Zusammenhänge. Das Vulkanhaus beherbergt eine 6 Meter lange und 4 Meter hohe Lavaspaltenwand – ein erdgeschichtliches Denkmal von europaweiter Bedeutung. Weitere Informationen auf der Website des Vulkanhaus Strohn

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de

Die Lavabombe in Strohn

Am Eingang zum Wanderweg „Strohner Schweiz“ können Sie zwei ganz unterschiedliche Lavabomben bewundern. Die weltbekannte 120 Tonnen schwere Lava(sammel)bombe und die größte echte Lava(flug)bombe, die jemals in der Eifel entdeckt wurde.

Direkt bei den Lavabomben erfahren Sie deren Entstehungsgeschichte und können sich ein Bild von weiteren Bombenformen machen.

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de

Vulcano-Info-Plattform auf der Steineberger Ley

Die Vulcano-Info-Plattform krönt den knapp 560 m hohen Steineberg, einem vor ca. 35 Mio. Jahren entstandenen Basaltmassiv. Von der 24 m hohen Aussichtsplattform zeigt sich die Vulkaneifeln in ihrer ganzen Schönheit: Kuppen, tief eingeschnittenen Tälern und dunklen Wälder in einer 360°-Rundumsicht.

Bei schönem Wetter reicht der Blick bis zur höchsten Erhebung der Eifel, der Hohen Acht (747 m), manchmal scheinen selbst die Rücken von Hunsrück und Westerwald zum Greifen nah. Infotäfelchen am Geländer helfen bei der Orientierung. Wer eine interaktive 360°-Rundumsicht genießen möchte, findet sie hier.

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de

Die Strohner Schweiz

«Strohner Schweiz» wird ein Durchbruchstal der Alf am Wartgesberg-Vulkan bei Strohn genannt. Nach einem Ausbruch des Vulkans vor 12.000 Jahren versperrte ein Lavastrom dem Flüsschen den Weg und es entstand ein riesieger Stausee, der bis zum heutigen Gillenfeld reichte. Die fruchtbaren «Alfbachauen» zwischen Stroh und Gillenfeld bildeten den See-Grund.

Doch die Alf fraß sich ihren Weg in ihr altes Bett zurück: Das Flussbett nimmt seinen Weg südöstlich von Strohn durch teilweise steil und tief abfallende Felswände bis hin zum Sprinker Maar.

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de

Thermalquelle an der Strotzbüscher Mühle

Etwa 150 m nördlich der Strotzbüscher Mühle liegt im Ueßbachtal eine Thermal- und Mineralquelle, deren Wasser mit einer Temperatur von 19,2 Grad Celsius zu den warmen Quellwässern der Mineralwasserprovinz Westeifel-Moseltal gehört.
Die Enstehung der Eifeler Mineralquellen läßt sich auf die vulkanischen Tätigkeiten der Quartär-Zeit zurückführen, von denen vulkanische Gesteine in der Umgebung von Strotzbüsch zeugen. Weitere Informationen auf der Seite der

Foto: Ortsgemeinde Strotzbüsch

Eifeler Glockengießerei

Seit etwa 1620 zogen Glockengießer aus der Familie Mark als über die Dörfer, um bei Auftrag Kanonen und Glocken an Ort und Stelle zu gießen.

Seit 1840 gibt es die heutige Glockengießerei in Brockscheid, in der die Nachfahren der Kanonen- und Wanderglockengießer Mark nur noch dem friedlichen Kunsthandwerk des Glockengießens nachgehen.

Ein beeindruckendes Handwerk, dessen einzelne Arbeitsschritte Sie bei einem Besuch in der Glockengießerei bestaunen können. Insbesondere für Familien mit Kindern ist der Besuch in Brockscheid ein spannendes Erlebnis.

Website der Glockengießerei Mark

Foto:Herbert Peck / Wanderbare Vulkaneifel.de